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Pfarrkirche St. Johannes d. Täufer Am Plenzer 56253 Treis-Karden Durch die erhöhte Lage des Gebäudes in einer Art Bühne zwischen Zillesberg und Münchelskopf zieht es den Blick sofort auf sich. Der Baumeister Johann Claudius von Lassaulx (1781-1848) steigerte die Wirkung durch den hohen Kirchturm und dessen Schieferhelm mit den konkaven Einzelflächen, eine für Lassaulx typische Konstruktion, die der Baumeister an mehreren Stellen im Regierungsbezirk Koblenz angewandt hat, zum Beispiel in den heutigen Koblenzer Stadtteilen Güls und Kapellen-Stolzenfels. Ende des 18. Jh. war die alte Kirche für die Bevölkerung zu klein geworden. Noch während der französischen Zeit wurde der Architekt Froideau beauftragt, den Entwurf für eine neue Pfarrkirche zu liefern. 1813 legte Froideau den Plan vor, der eine tonnengewölbte Basilika mit einer nach klassischen Maßen gestalteten Portalfront vorsah. Die politische Veränderung brachte zunächst Abwarten, dann Abrücken vom Plan Froideaus. 1824 wurde ein Plan Lassaulx' vorgelegt, der bald darauf auch genehmigt wurde. Dieser nahm die Tradition der alten Kirche auf. Er sah einen rechteckigen Bau vor, der die drei Schiffe unter einem Dach vereinte. In südöstlicher Richtung schließt der Chor an, gebildet von drei Seiten eines Achtecks. 1831 wurde die Kirche zu Treis feierlich eingeweiht, 1836 wurde die Orgel eingebaut.