Wappen_Cochem_1

Sehler Dom St. Antonius Abbas Josef-von-Lauff-Str., / Ellerer Str. 56812 Cochem Im Jahr 1493 erhielt die Pfarrgemeinde Cochem die Erlaubnis, in Sehl eine neue Kapelle am Moselufer zu bauen. Schon vorher gab es eine eigene Kapelle in Sehl, deren Standort aber nicht bekannt ist. Die Finanzierung der neuen Kapelle wurde durch Ablassprivilegien Papst Alexanders VI. und des Trierer Erzbischofs Johann II. von Baden (1456–1503) ermöglicht. Von dieser Kapelle steht heute noch der Chor, ergänzt um das Westportal von 1915. Die Kapelle wurde zur Ehre Gottes geweiht dem heiligen Abt und Einsiedler Antonius, dem heiligen Bischof Wolfgang (entsprechende Darstellungen finden sich als Schlusssteine zusammen mit dem Wappen des Erzbischofs Johann II.), der Muttergottes, dem heiligen Bischof Ruprecht und der heiligen Jungfrau Cunen. Jeden Dienstag und Donnerstag sollte in der Kapelle durch den Cochemer Pastor eine Messe gelesen werden, wofür diese jährlich 6 Gulden und 24 Weißpfennig Cochemer Währung bekommen sollte. Dafür wurde das Heu auf den Sehler Weiden verpfändet, die an die Kapelle grenzten. Die Sehler waren Halbbürger von Cochem ohne eigenes Gemeinderecht, und so widersprach der Cochemer Stadtrat zunächst der Anbringung einer Glocke am Sehler Dom. Später wurde eine Glocke angebracht, die im Jahr 1441 gegossen wurde. Sie trägt die Bezeichnung AVE MARIA GRACIA PLENA DOMINUS TECUM MCCCCXXXXI. Heute befindet sich hier eine Maria unter dem Kreuz vom Anfang des 16. Jahrhunderts, ein Geschenk von Dechant Eckert an St. Martin. (www.wikipedia.org)